Philosophie

Warum unsere Hundeschule

„Denken Sie nicht so viel an das Einüben von Kommandos, denken Sie lieber mehr an die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Hund – der Rest kommt von selbst“ (Turid Rugaas, Norweg. Hundetrainerin und Autorin)

Die Norwegerin Turid Rugaas hat in ihrer Forschungsarbeit mit Hunden und Wölfen beschrieben, wie wir Menschen die Signale, die Körpersprache und das Ausdrucksverhalten unserer Hunde leichter verstehen lernen, um so ein besseres Verständnis von Hunden zu bekommen. Nur wer in der Lage ist, sein Tier und auch andere aufgrund ihres Ausdruckverhaltens und ihrer Körpersprache zu verstehen, kann viele Probleme schon im Vorfeld abwenden.

Einige Hundeschulen arbeiten vorrangig mit verbaler Kommunikation beim Einüben von Kommandos, Abbruchsignalen oder Korrekturen, was eigentlich im Widerspruch zum Urverhalten der Hunde steht, die vom Wolf abstammen und fast ausschließlich über Körpersprache kommunizieren. Deshalb liegt der Schlüssel zum Erfolg in der Erziehung darin, dass der Halter zu seinem Wegbegleiter zunächst eine „mentale Verbindung“ aufbaut.

Der Schwerpunkt in der Hundeschule „Balu“ basiert demzufolge darauf, die Sprache der Tiere und ihr Ausdrucksverhalten den Kunden näherzubringen, um so zu verstehen, wie die Hunde denken und fühlen. Der Wunsch ist oft, dass sich die Vierbeiner ein Leben lang an uns Menschen orientieren. Dabei wird oft vergessen, dass sie gewisse Urinstinkte besitzen und sich auch im Zuge der Domestikation aufgrund genetisch fixierter Verhaltensweisen nur bedingt anpassen können. Ein Hund denkt anders als wir Menschen und deshalb kommt es oft zu Missverständnissen. Deshalb gilt es zu lernen, unseren Wegbegleiter ein Stück weit besser zu verstehen und zu akzeptieren, dass unerwünschte Verhaltensweisen wie Jagd- oder Hüte-, aber auch Angst- und Aggressionsverhalten angeboren und für das Tier in freier Natur überlebenswichtig sind. Durch das frühzeitige Erkennen von bestimmten Ausdrucksweisen und Beschwichtigungssignalen kann der Umgang mit dem Hund kontrollierter und dadurch entspannter für beide Seiten werden.

In der Hundeschule „Balu“ gibt es  keinen Einsatz von Strafreizen. Straf- oder Schreckreize dienen ausschließlich dazu, unerwünschte Verhaltensweisen wie ständiges Bellen oder an der Leine ziehen schnell abzuschalten und wörtlich „den Hundehalter schnell zufriedenzustellen“. Die Ursachen, die diese Verhaltensweisen auslösen werden dadurch in keinster Weise berücksichtigt. Mit solchen Methoden kann es passieren, das aus einem ängstlichen Hund ein noch ängstlicherer Hund wird. Im schlimmsten Fall  bekommt man einen ängstlich-aggressiven Hund.  Auch die Entstehung von „negativen Fehlverknüpfungen“ durch solche Trainingsmaßnahmen ist nicht zu unterschätzen. Halten Sie bitte aus Liebe zu ihrem Tier immer Abstand von Trainingsmethoden, die ihrem Hund Angst machen, erschrecken oder gar schmerzen.

 Der Hund als bester und treuester Freund des Menschen, umgekehrt sollte es genauso sein.

Wir, die Hundeschule Balu arbeiten ausschließlich mit positiver Verstärkung, Verständnis, Vertrauen und Geduld auf ganzheitlicher Basis (Rasse, Sozialisation, Erfahrungen, Gesundheitszustand….). Dabei wird auf eine konsequente Erziehung mit klaren Strukturen und Regeln großen Wert gelegt, sodass sich der Hund innerhalb eines vorgegebenen Rahmens frei entfalten kann. Das beinhaltet jedoch auch, dass sich der Halter die notwendige Zeit, die man gemeinsam braucht, nimmt. Auf diese Weise kann eine partnerschaftliche Beziehung gebildet werden.

Erst wenn der Hund das Gefühl hat „neben Frauchen/Herrchen ist es am Schönsten“, kann ein harmonisches Zusammenleben erfolgen.

Wenn auch Sie nach diesem Konzept mit Ihrem Hund arbeiten möchten, sind Sie in der Hundeschule „Balu“ am richtigen Platz! Ihr Hund wird es Ihnen danken!

Ihre Lissi Kraus-Beck